Vision von Pater Theodosius

Bernarda Brunnen
in Menzingen

In seiner Vision sieht Pater Theodosius eine Gesellschaft auf dem Weg in die Zukunft zu mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit im Sinne des Evangeliums. Er will in das Rad der Zeit eingreifen, überzeugt vom kirchlichen Sendungsauftrag, ungeachtet der Hindernisse, der Angriffe und Misserfolge.
"Ich hatte schon vor dem Jahr 1839 den Plan entworfen, der antichristlichen Schulbildung durch eine christkatholische Erziehung...... zu begegnen." (gemeint ist eine katholische Erziehung)

Vision von Mutter Bernarda

Mutter Bernarda ging es um eine umfassende christliche Erziehung und Bildung, vor allem für Mädchen des einfachen Volkes.

Durch die Hebung des Bildungsniveaus sollte sich allmählich die Stellung der Frau verbessern und der christliche Glaube gefestigt werden.

Sie wollte den Menschen ihrer Zeit in den Wirren von Aufklärung und Restauration eine klare Orientierung aus dem Glauben geben.

Mutter Bernarda, eine Frau, die für eine grosse Idee kämpfte

Mutter Bernarda war zutiefst von ihrem Auftrag, der Erziehung der Jugend, überzeugt. Es ist erstaunlich, mit welcher Klarheit und Entschlossenheit sie ihr Ziel verfolgte und für ihre Vision kämpfte. Dass sich eine Frau wiederholt gegen kirchliche und weltliche Autoritäten zur Wehr setzte, war im letzten Jahrhundert etwas Ungewöhnliches. Die betroffenen Priester nannten Mutter Bernarda stolz, undankbar und ungehorsam. Auch die eine oder andere Schwester liess sich verunsichern.

Mutter Bernarda wollte der ursprünglichen Zielsetzung, dem Bildungsauftrag, treu bleiben und geriet darum in einen schweren Konflikt mit Pater Theodosius, der eine bedingungslose Unterwerfung von ihr forderte. Diese Auseinandersetzung war für Mutter Bernarda besonders schmerzlich, weil sie in Pater Theodosius den Priester verehrte, dem sie "nächst Gott alles" verdankte.

Auch von politischer Seite musste Mutter Bernarda viele Anfeindungen und Widerstände erfahren und für ihre Vision kämpfen.

News | Suche | Adressen/Kontakt