Karoline Kaspar (1780 - 1860)
Karoline Kaspar wird als energische Frau von männlichem Charakter geschildert, der aber auch Liebenswürdigkeit, offene Heiterkeit, Verwaltungstalent, Weltgewandtheit und Klugheit nachgesagt wurden.
1801 legte sie ihre ewigen Gelübde ab und war bis dahin an der Mädchenschule des Klosters als Lehrerin tätig gewesen. Neben den Elementarfächern war ihr auch der Unterricht in französischer Sprache anvertraut. Mit 29 Jahren wurde sie 1809 von ihren Mitschwestern zur "Vorsteherin oder Superiorin" gewählt.
In Schwester Karoline Kaspar, Oberin und Leiterin der Schule des neu gegründeten Pensionates, erlebten die drei jungen Frauen eine "engagierte, überzeugte und überzeugende Lehrfrau, geprägt vom Geist kirchlicher Aufklärung" (Wessenberg), eine Frau, die immer wieder um die Identität ihrer Gemeinschaft ringen musste, angesichts staatlicher Aufsichts- und Aufhebungstendenzen.
Schwester Karoline Kaspar wollte, dass in ihrem Institut ein religiöser Sinn und Geist herrschte, sie wollte die klösterliche Lebensweise beibehalten. Sie wollte religiös gebildete und der Hingabe fähige Lehrerinnen.
