Ursulinen in Freiburg i. Breisgau

Im Juni 1841, nach ihrer Studienunterbrechung bei den Kapuzinerinnen in Baden, verliessen Maria Anna Heimgartner, Anna Kramer und Walburga Mäder ihre Heimat und gingen ins Ausland, nach Freiburg im Breisgau. Dort setzten sie bei den Ursulinen, unter der Oberin und Leiterin Schwester Karoline Kaspar, ihre Studien fort.

Die politische Situation im Grossherzogtum Baden-Württemberg glich der Situation in der Schweiz. Es gab dort ein Regulativ, eine Verordnung für weibliche Lehrinstitute. Die Schwestern durften weder Klausur, noch Chorgebet, noch ewige Gelübde, noch Novizinnen haben. Das einzig erlaubte Ziel war die Erziehung der weiblichen Jugend.

Die drei Frauen aus dem Aargau konnten ihren Weg zum Ordensleben bei den Ursulinen nicht fortsetzen, weil sie kein Noviziat hatten.

Maria Anna hatte in Freiburg die Möglichkeit Weltoffenheit, Toleranz und Achtung gegenüber andern christlichen Bekenntnissen zu erleben. Freiburg vermittelte ihr ein breites Allgemeinwissen, gute und praktische Unterrichtsmethoden, die sie später an ihre Novizinnen in Menzingen weitergab.

 

Karoline Kaspar

Sr. Karoline Kaspar
(1780 - 1860),
Oberin und Leiterin der Schule.

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