Sr. Aine Hughes, Schwester vom Hl. Kreuz aus der Provinz Südafrika, arbeitet als Sozialarbeiterin mit NGOs und Hilfsorganisationen zusammen, um das Problem des Hungers, der Armut und der Ausgrenzung auf dem afrikanischen Kontinent zu bekämpfen.

Sie schreibt von ihren Erfahrungen: „Ich bin gerade von Simbabwe zurückgekehrt. Dort nahm ich an einem Treffen aller Hilfsorganisationen und Partner der Caritas teil. Es ging darum, einen Aktionsplan zu entwickeln, der den 5,1 Millonen vor dem Hungertod stehenden Menschen Nahrungsmittelhilfe bringen soll. Ich hörte grauenhafte und verwirrende Erzählungen, zum Beispiel von Menschen, die Kuhmist mit Mais vermischen, um ihre Kinder am Leben zu erhalten. Die Leute kämpfen mit Pavianen um die letzten verfügbaren Beeren. Soweit es möglich ist, töten und essen sie auch die Paviane. Es ist ein grösseres Desaster. Es ist uns jedoch gelungen 40.000 mt Mais zu sichern. Der Mais kam in Durban an und wird in die verschiedenen Gebiete transportiert. Es reicht schlichtweg nicht, doch wir haben einen weiteren Dringlichkeitsaufruf gestartet, durch den wir genügend Nahrungsmittel erhalten sollten, damit die Leute bis zur nächsten Ernte durchkommen. In allen Diözesen leisten die Caritas-Teams eine enorme Arbeit und nehmen grosse Risiken auf sich. Sie sind glaubwürdige Zeugen der handelnden Kirche und ein Zeichen der Hoffnung für die Menschen.

Am Mittwoch, 19. November 2008, fahre ich nach Rom zur Vorstandssitzung von Caritas International.  Wir werden uns den Fragen  der 162 Mitgliedsländer stellen. Da ich für Caritas Afrika die  Hauptzuständige für Fragen des Klimawandels bin, werde ich von Rom aus weiter nach London zu einer Sitzung mit Caritas England und Wales über Klimawandel reisen.

Ich tue es im Namen der Kongregation und versuche 100 % zu geben, so dass die Armen und Ausgegrenzten mehr Lebensqualität bekommen. Hoffentlich wird unsere Saat von anderen gegossen und Gott uns eine reiche Ernte schenken. Afrika sinkt immer tiefer in die Armut. Der Konflikt und die Auswirkungen des Klimawandels werden am intensivsten von den Armen erfahren. Als Zuständige für Fragen des Klimawandels in Afrika bin ich mir der enormen Aufgabe bewusst, die Entwicklung der Spirale nach unten abzumildern und das Thema auf der Agenda der Welt  zu halten.

Die Verantwortlichen müssen ihren gerechten Anteil an Verantwortung für die Last übernehmen, die sie anderen auferlegten. Aus diesem Grund gehe ich nach der Vorstandssitzung in Rom nach London.“

Diese Erfahrung deckt sich mit vielen ähnlichen nichterzählten Erlebnissen von Schwestern, die in den verschiedenen Apostolatsaufgaben der ganzen Provinz arbeiten. Die Botschaft des Generalkapitels 2007 ermutigt uns, die gemeinsamen Bemühungen fortzusetzen, um die  zum Himmel schreienden Probleme anzupacken, die uns täglich auf der sozio-ökonomischen und politischen Ebene, in den Bereichen von Umwelt und Gesundheit begegnen. Mutter Bernarda und P. Theodosius bittet für uns!

 

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